Video · 10. September 2026 · 11 Min. Lesezeit
Claude Code Skills: Meine wichtigsten Skills und Tools im Alltag
Du lernst 13 Claude Code Skills kennen, verstehst, wofür sie taugen, und entscheidest, welche zwei oder drei du wirklich in dein Setup holst.
Das Wichtigste in Kürze
- Vier starke Skills sind in Claude Code schon ab Werk dabei: /design, Loop, Code Review und Goal.
- Superpowers und Project Workshop sorgen dafür, dass Claude erst plant und dann baut.
- Codex und Gauntlet Loop holen dir eine zweite Meinung oder eine starke erste Version für große Projekte.
- Playwright testet deine Software wie ein Mensch, CLI Anything macht fast jede Software für Agenten bedienbar.
- Installier nur, was du oft brauchst. Die wichtigsten Skills baust du dir aus deinen eigenen Workflows.
Bevor du auch nur einen dieser Skills installierst, eine Bitte: Installier nichts blind. Viele springen von einem GitHub-Repo zum nächsten, testen dies, testen das, und kommen ihrem Ziel trotzdem keinen Schritt näher. Zwei Skills, die du jeden Tag nutzt, bringen dir mehr als hundert, die du nie bewusst einsetzt.
Was sind Claude Code Skills, und welche brauchst du wirklich?
Skills sind fertige Fähigkeiten und Abläufe, die Claude Code in bestimmten Situationen nutzt oder die du gezielt aufrufst. Manche sind ab Werk dabei, manche kommen als Plugin mit mehreren Skills auf einmal, und manche baust du dir selbst.
Ich sitze jeden Tag 8 bis 12 Stunden in Claude Code. Ich entwickle meine eigene SaaS, baue Agentensysteme und Automatisierungen und produziere Content für YouTube. Deshalb brauche ich eine große Bandbreite an Skills. Bei dir wird das meistens anders aussehen. Lies diese Liste also mit einer Frage im Kopf: Brauche ich das oft, in meinem Alltag, in meinem Geschäft? Wenn nein, lass es liegen. Ein sauberes Setup mit klaren Routinen ist mehr wert als jeder Skill da draußen.
Im Video oben zeige ich dir mein komplettes Setup, so wie es auf meinem Rechner wirklich zusammenhängt: die CLAUDE.md in der Mitte, die Skills drumherum. Einige davon sind meine eigenen. Sie gehören zu den wichtigsten Teilen meines Setups, weil ich sie für meine eigenen Aufgaben und Gewohnheiten gebaut habe. Das sind echte Anwendungsfälle, die mir wirklich Arbeit abnehmen.
| Skill | Art | Wofür |
|---|---|---|
| /design | ab Werk | Design-Artefakte im Terminal |
| Loop | ab Werk | Aufgaben in Intervallen weiterlaufen lassen |
| Code Review | ab Werk | Fünf Sub-Agents prüfen deinen Code |
| Goal | ab Werk | Ziel statt Prompt vorgeben |
| Superpowers | Plugin mit 14 Skills | Brainstorming und Pläne |
| Project Workshop | eigener Skill | Neues Projekt in zehn Blöcken planen |
| Grill Me | Skill | Halbgare Ideen zu Ende denken |
| Codex | Plugin | Zweite Meinung von OpenAI |
| Gauntlet Loop | Skill | Große Projekte mit Sub-Agents umsetzen |
| Last 30 Days | Skill | Recherche der letzten 30 Tage |
| Impeccable | Skill | Schöne Webseiten |
| Media-Skill | eigener Skill | KI-Bilder und Videos in einer Galerie |
| Hyperframes | Programm plus eigener Skill | Videos in Claude Code bauen |
| Claude Video | Skill | Videos anschauen wie ein Mensch |
| Playwright | Tool | Browser öffnen und durchklicken |
| CLI Anything | Skill | Schnittstellen für Agenten bauen |
Die eingebauten Skills, die kaum jemand kennt
Die ersten vier musst du gar nicht installieren. Sie sind ab Werk dabei, und die meisten wissen nicht, dass es sie gibt.
/design ist der offizielle Design-Skill von Anthropic. Er holt den Canvas-Workflow von Claude Design direkt in dein Terminal oder in die VS-Code-Extension. Du tippst /design, und Claude baut dir kein starres Foto oder Mockup, sondern ein Artefakt, an dem du später weiterarbeiten kannst.
Loop lässt Aufgaben in Intervallen weiterlaufen. Du musst Claude nicht jedes Mal von Hand neu anstoßen. Ich nutze ihn sehr oft zusammen mit Goal.
Code Review ist einer der am meisten unterschätzten Skills. Er schickt fünf Sub-Agents los, die deinen Code unter fünf verschiedenen Aspekten prüfen. Heraus kommt ein ausführliches Handoff samt Plan, das an deinen Coding-Agent zurückgeht, der es dann umsetzt.
Goal halte ich für den wichtigsten Skill in dieser Gruppe. Du gibst Claude Code kein Prompt und keine Aufgabe, sondern ein Ziel. Kombinierst du Goal mit Loop, schaut sich Claude sein Ergebnis immer wieder an, prüft es und verbessert es, bis du ein fertiges Produkt bekommst. Danach musst du deutlich weniger nacharbeiten.
Tipp
Goal funktioniert am besten, wenn du eine richtig gute Referenz mitgibst. Erst mit einem echten Vorbild hat Claude ein klares Ziel vor Augen.
Planen, bevor gebaut wird
Superpowers ist ein Plugin, das gleich 14 Skills mitbringt. Die meisten nutzt Claude Code automatisch in der passenden Situation, das merkst du oft gar nicht. Zwei musst du aber selbst anstoßen. Du kannst sie auch fest in andere Skills einbauen, so wie ich es im Project Workshop gemacht habe. Aber schon allein liefern sie sehr gute Ergebnisse:
- Brainstorming für alles, was kreative Arbeit ist: ein neues Feature in deiner App, ein komplexes Projekt, ein neues Kundenprojekt. Das ist die Basis für alles Weitere.
- Writing Plans kommt nach dem Brainstorming. Weißt du schon genau, wie dein Vorhaben aussehen und funktionieren soll, springst du direkt hierhin. Claude schreibt sich dann selbst den Implementierungsplan, den es braucht, um dein Ziel sauber umzusetzen.
Der Project Workshop ist ein Skill, den ich selbst gebaut habe. Er führt dich in zehn Blöcken durch ein neues Projekt, egal ob komplexe App oder einzelnes Feature. Dabei löchert er dich mit Fragen, an die du selbst nie denken würdest, gerade wenn du nicht aus dem Bereich kommst, etwa beim Marketing oder Vertrieb. Erst wenn der Plan steht, fängt Claude Code an zu bauen, mit den Skills, Abläufen und Workflows, die ihr im Workshop zusammen geplant habt.
Ein Block darin ist besonders wichtig: die Referenz. Du gibst Claude eine oder mehrere echte, erfolgreiche Vorlagen aus deinem Bereich. Baust du eine Webseite, ist das eine ähnliche Webseite. Baust du eine App, eine ähnliche App. Claude nimmt sie auseinander und plant auf dieser Grundlage. Dieses Muster wirst du in vielen meiner Skills wiederfinden.
Grill Me ist der unbequeme Kollege. Der Name kommt vom englischen „to grill somebody“, also jemandem auf den Zahn fühlen. Er greift, wenn du mit einer halbgaren Idee kommst, und fragt so lange, bis du selbst weißt, was du bauen willst. Ehrlich gesagt passiert genau das ständig, wenn man mit KI-Agenten arbeitet.
Anders als Brainstorming geht er nicht Frage für Frage durch. Er baut sich einen Entscheidungsbaum und stellt dir jeweils die ganze Runde an Fragen, deren Voraussetzungen schon geklärt sind. Die Fakten sucht er sich dabei selbst aus verschiedenen Quellen zusammen. Am Ende bekommst du keine Datei und keine ellenlange Nachricht, sondern einen freien Kopf ohne offene Frage.
Zweite Meinung und große Projekte
Das Codex-Plugin bringt ebenfalls einige Skills mit, aktiv nutzt du aber vor allem zwei: /codex rescue und /codex review. Damit lässt du deine Codebasis durch die Brille von OpenAI prüfen. Ich lasse gern zwei KIs gegeneinander arbeiten: ChatGPT prüft Claudes Pläne, Claude prüft den Output von ChatGPT. Jede strengt sich extra an, die Fehler der anderen zu finden. Wenn du eine App oder Software baust, gehört das für mich zusätzlich zum Code-Review-Skill von Anthropic dazu.
Der Gauntlet Loop ist eher eine Prompting-Methode in einem Skill. Claude Code schickt Sub-Agents los, die die Aufgabe umsetzen, sich gegenseitig kontrollieren und das so lange wiederholen, bis das Projekt steht. Stell dir Loop und Goal zusammen vor, nur deutlich stärker. Für richtig große Vorhaben, etwa ein eigenes Spiel, bekommst du damit eine gute erste Version, ohne ewig daran zu arbeiten. In einem eigenen Video habe ich damit live eine Kopie von Fortnite gebaut.
Achtung
Der Gauntlet Loop ist tokenintensiv. Setz ihn für die ganz großen Projekte ein, nicht für jede kleine Aufgabe.
Recherche, Design und Medien
Last 30 Days recherchiert in Quellen der letzten 30 Tage: Reddit, X, YouTube, TikTok, Hacker News, GitHub. Der Skill schaut nicht nur, was Redakteure und professionelle Creator schreiben, sondern was echte Leute sagen, gewichtet nach Upvotes, Likes und echtem Geld. Praktisch für Content, Werbeanzeigen und Blogartikel. Und für jeden, der wissen will, ob ein neues Tool wirklich etwas taugt oder nur gerade laut ist, weil viel Marketing dahintersteckt.
Impeccable ist mein Design-Skill. Ohne Design-Skill baut Claude Code keine schönen Webseiten, das ist meine Erfahrung. Ich habe lange mit Frontend Design von Anthropic gearbeitet und bin dann umgestiegen, weil mir der Output besser gefallen hat. Impeccable führt dich in einem Ablauf durch Farben und Entscheidungen, und deine nächste Landingpage baut auf genau diesen Entscheidungen auf. Gerade baue ich einen eigenen Website-Skill, der deutlich über Impeccable hinausgeht.
Der Media-Skill ist wieder einer meiner eigenen. Er hat bei mir Higgsfield ersetzt. Früher habe ich jeden Monat 50 bis 100 € für Abos wie Higgsfield oder OpenArt ausgegeben. Heute habe ich diese Funktionen in meinem eigenen System. Alle KI-Bilder und Videos liegen sortiert in einer Galerie, bereit für Webseiten oder Videos. Ein Klick kopiert den Pfad, den ich direkt in Claude Code einfüge, statt in Ordnern zu suchen.
Hyperframes nutze ich, um Videos in Claude Code zu bauen. Du beschreibst eine Szene, und Claude Code baut Motion Graphics ein und schneidet. Für meine Shorts nehme ich mich nur auf. Claude baut die Grafiken, setzt Soundeffekte, verbessert den Ton und ändert die Geschwindigkeit. Daraus habe ich, auch mit Remotion, einen eigenen Skill gemacht, der genau solche Videos baut, sobald ich eine Aufnahme mache. Früher hätte das einen Editor oder eine Agentur viel Geld gekostet, oder mich viel Zeit.
Praxisbeispiel
Feedback zu einem fertigen Short gebe ich über das Transkript: „In Sekunde 12 gefällt mir das nicht, in Sekunde 20 auch nicht, ändere es so.“ Wenige Minuten später ist es angepasst, ohne dass ich selbst geschnitten habe.
Claude Video (bei mir heißt er Watch) lässt Claude Code Videos anschauen wie ein Mensch, nicht nur Bilder, Dokumente und Webseiten. Das hilft zum Beispiel beim Debugging. Ein einfacher Anwendungsfall: Du nimmst deinen Bildschirm auf, zeigst die Fehler in der App, die Claude gebaut hat, und sprichst dazu. Das ist oft viel einfacher, als alles mit Screenshots und Text zu beschreiben.
Testen wie ein Mensch, bauen für Agenten
Playwright ist kein Skill, sondern ein Tool, das du meiner Meinung nach unbedingt brauchst. Damit öffnet Claude Code selbst einen Browser und klickt sich durch. Meine Software hat hunderte Funktionen, die ich nicht von Hand testen will. Vor größeren Checkpoints schicke ich Sub-Agents los, die sich einloggen und sich ausdrücklich wie ein Mensch durch die Oberfläche klicken: jeder Button, jede Funktion, jede Ecke. Am Ende gibt es Screenshots und einen kompletten Report, in dem alles belegt ist.
Hinweis
Gib deinen Sub-Agents die Anweisung wörtlich mit, sich wie ein Mensch durch die Oberfläche zu klicken. Genau so prüfen sie jede Funktion auf Herz und Nieren.
CLI Anything zeigt, wohin es geht. Heute bauen wir Software für Menschen, deshalb brauchen wir Playwright. Die Software von morgen wird für KI-Agenten gebaut. Mit CLI Anything baust du für fast jede Software eine Schnittstelle für deinen Agenten, auch wenn der Hersteller das nie offiziell vorgesehen hat. Beispiele sind Blender, n8n, ElevenLabs, ComfyUI, Calibre oder OBS. Dein Coding-Agent bekommt so vollen Zugriff und bedient die Software für dich.
Praxisbeispiel
Bei n8n lasse ich Claude Code Workflows erstellen, testen und verbinden. Dafür nutze ich Schnittstellen wie die offizielle API.
Hast du eine Software, in der du dich jeden Tag durch Menüs klickst, ist das der perfekte Fall, um CLI Anything auszuprobieren.
So wählst du deine Skills aus
Schritt 1: Liste durchgehen und streichen
Geh die Liste noch einmal durch und streich alles, was du nicht oft brauchst. Führst du einen kleinen Onlineshop, sind vielleicht Last 30 Days und Impeccable spannend. Entwickelst du Software, eher Code Review, Codex und Playwright.
Schritt 2: Wiederholungen im Alltag finden
Überleg dir, wo du immer wieder dasselbe machst. Welche Aufgabe kostet dich jede Woche Zeit, weil du sie von Hand erledigst?
Schritt 3: Eigenen Skill bauen
Genau dort lohnt sich ein eigener Skill, den du mit Claude Code baust. Gibt es den passenden Skill schon online, lad ihn herunter und nutz ihn bewusst. Meine wichtigsten Skills sind aber aus meinen eigenen Workflows entstanden, nicht aus fremden Repos.
Häufige Fragen
Muss ich /design, Loop, Code Review und Goal installieren?
Nein. Diese vier sind in Claude Code ab Werk dabei. Du kannst sie direkt nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Grill Me und Brainstorming?
Brainstorming geht Frage für Frage mit dir durch. Grill Me baut sich einen Entscheidungsbaum, stellt dir jeweils eine ganze Runde an Fragen und sucht sich die Fakten selbst zusammen. Das Ergebnis ist keine Datei, sondern Klarheit darüber, was du bauen willst.
Wann lohnt sich der Gauntlet Loop?
Bei richtig großen Projekten wie einem eigenen Spiel. Er ist tokenintensiv, liefert dir aber schnell eine gute erste Version.
Ist Playwright ein Skill?
Nein, Playwright ist ein Tool. Claude Code öffnet damit einen Browser und klickt sich selbst durch deine Anwendung.
Wie viele Skills sollte ich installieren?
So wenige wie möglich. Zwei Skills, die du jeden Tag nutzt, bringen dir mehr als hundert, die du nie bewusst einsetzt.
Fazit
Diese Skills helfen mir jeden Tag, weil sie zu meiner Arbeit passen: Software, Agentensysteme, Automatisierungen und Content. Für dich zählt nicht die Länge der Liste, sondern die Frage, was du oft brauchst. Nimm dir die zwei oder drei, die wirklich in deinen Alltag passen, und bau dir für deine wiederkehrenden Aufgaben eigene Skills. Ein sauberes Setup mit klaren Routinen schlägt jede Sammlung aus fremden Repos.
Kostenloser Guide zum Video
13 Skills für Claude Code: alles zum Nachbauen
Schritt für Schritt, zum Kopieren.
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