Video · 4. November 2026 · 11 Min. Lesezeit
Faceless YouTube Kanal mit KI: Shorts mit Claude und ChatGPT
So startest du einen Faceless YouTube Kanal mit KI: Nische, Konkurrenzanalyse mit vidIQ, Skript mit Claude, fertiger Short und Branding mit ChatGPT.
Das Wichtigste in Kürze
- Shorts bringen pro View wenig Geld, laut einer Auswertung von AIR Media-Tech meist 0,07 bis 0,20 $ pro 1.000 Views, also lebt das Modell von Masse und Regelmäßigkeit.
- Die Nische, die ich dir zeige, heißt Interesting Facts: kurze Mini Dokus über eine Geschichte, eine Person, ein Ereignis oder einen Fakt.
- Claude kann mit vidIQ öffentliche Kanal und Videodaten sowie Transkripte analysieren und daraus neue Themenideen ableiten.
- Aus Skript und Szenenplan baut ein Claude Code Agent den Short: Voiceover über ElevenLabs, Bilder im Hochformat, kurze KI Clips und Untertitel.
- Vor dem ersten Upload nutze ich das Konto eine Weile ganz normal, schalte die Zwischenfunktionen per Telefonnummer frei und lasse ChatGPT das Branding machen.
Einen Faceless YouTube Kanal mit KI startest du heute mit drei Werkzeugen: Claude findet über vidIQ die Themen, die bei der Konkurrenz am besten laufen, und schreibt Skript und Szenenplan, in meinem Workflow übernimmt ein Claude Code Agent den Bau des Shorts, und ChatGPT macht dir Name, Profilbild, Banner und Beschreibung. In diesem Artikel gehe ich den kompletten Ablauf aus dem Video oben Schritt für Schritt mit dir durch, damit du ihn nachbauen kannst, auch wenn du das Video nicht schaust.
Wie viel verdient ein Faceless YouTube Kanal mit Shorts?
Im Video zeige ich dir Kanäle, die nur Shorts machen, nur mit KI Videos und ohne dass die Person dahinter ihr Gesicht zeigt. Was so ein Kanal wirklich ausgezahlt bekommt, sieht nur der Besitzer im YouTube Studio. Tools wie vidIQ zeigen dir Schätzungen, aber eben keine Kontoauszüge.
Wie viel Shorts pro View bringen, zeigt eine Auswertung von AIR Media-Tech. Die haben 274 echte Kanäle mit Daten direkt aus der YouTube Analytics API ausgewertet. Der Median RPM für Shorts, also das, was du als Creator pro 1.000 Views tatsächlich ausgezahlt bekommst, liegt in den meisten Nischen zwischen 0,07 und 0,20 $. Bei Zuschauern aus den USA lag er bei ungefähr 0,33 $.
33 Cent klingen erstmal winzig. Winzig ist es aber nur, solange du klein bist. Bei diesem RPM sind 100 Millionen Views ungefähr 33.000 $ wert, und genau deshalb geht es bei diesem Modell nicht um ein einzelnes Video, sondern um Masse und Regelmäßigkeit.
Warum ist jetzt ein guter Zeitpunkt für Faceless YouTube?
Ich sehe dafür zwei Gründe.
Erstens bringen Shorts in großer Menge echtes Geld, das hast du oben an den Zahlen gesehen.
Zweitens, und das ist der größere Grund: KI übernimmt fast den ganzen Workflow. Vor ein, zwei Jahren hast du so einen Kanal fast komplett von Hand betrieben. Heute verteilt sich die Arbeit so:
| Werkzeug | Was es übernimmt |
|---|---|
| Claude | Konkurrenz analysieren, bewährte Themen finden, Research, Skript und Szenenplan |
| Agentensystem (bei mir Orbit mit Claude Code) | Voiceover, Bilder, KI Clips, Untertitel, Schnitt und Export |
| ChatGPT | Kanalname, Profilbild, Banner und Kanalbeschreibung |
In diesem Ablauf übernimmt die KI viele wiederkehrende Arbeitsschritte, während du Thema, Stil und Veröffentlichung entscheidest.
Welche Nische nehme ich für Faceless Shorts?
Statt dir 50 Nischen hinzuwerfen, zeige ich dir eine einzige: Interesting Facts. Das sind kurze Mini Dokus über eine interessante Geschichte, eine Person, ein Ereignis oder einen Fakt.
Im Video zeige ich dir drei Beispiele. Ein Kanal macht Fakten über seltsame Momente der Geschichte. Ein zweiter macht genau dasselbe Format, nur komplett über Wissenschaft und Weltraum. Ein dritter konzentriert sich auf seltsame Fakten, wahre Geschichten und unerklärliche Ereignisse.
Das Format bleibt gleich, das Thema wechselt. Genau das ist das Coole an dieser Nische: Du kannst sie an Geschichte, Weltraum, Tiere, Technik, Mystery oder Geografie anpassen, je nachdem, was dich selbst interessiert. Am Ende entscheidet weniger das konkrete Thema als die Qualität deines Workflows.
Wie findest du mit Claude und vidIQ die besten Videoideen?
Du brauchst drei bis fünf gute Konkurrenten. Nicht, um sie zu kopieren, sondern um herauszufinden, was wirklich funktioniert: Welche Themen holen die meisten Views, was passiert in den ersten Sekunden, wie lang sind die Videos und welche Geschichten gehen immer wieder viral?
Schritt 1: Konkurrenten über deinen eigenen Feed finden
Schau einfach Shorts in deiner Nische. Like ein paar, abonnier die Kanäle, die besonders gut laufen, und hinterlass vielleicht ein paar Kommentare. Du merkst ziemlich schnell, dass dein Shorts Feed zum Research Tool wird, weil YouTube dir immer mehr Kanäle und virale Videos aus genau dieser Nische zeigt.
Schritt 2: vidIQ mit Claude verbinden
Im Video verbinde ich vidIQ mit Claude über das Connector Verzeichnis. Laut der Anleitung von vidIQ findest du vidIQ dort direkt: Connect klicken, mit deinem vidIQ Konto anmelden, fertig. Der Connector läuft auf jedem vidIQ Plan, auch auf dem kostenlosen, jeder Aufruf verbraucht aber Credits aus deinem Plan.
Schritt 3: Den Konkurrenten analysieren lassen
Öffne den Konkurrenten in YouTube, kopiere die benötigte Kanal oder Video Referenz und gib sie in Claude zusammen mit deiner Analysefrage ein. Wie das bei mir konkret aussieht, zeige ich dir im Video.
Claude kann mit vidIQ öffentliche Kanal und Videodaten sowie Transkripte analysieren und daraus neue Themenideen ableiten. Bei großen Kanälen kann die Analyse länger dauern. Wenn Claude nach einer Berechtigung fragt, prüfe die angeforderte Aktion und bestätige sie nur, wenn sie für deine Analyse nötig ist.
Schritt 4: Die fünf besten Themen herausziehen
Das Beste ist, dass das Ergebnis in einem ganz normalen Claude Chat liegt. Du kannst also alles nachfragen. Ich frage zum Beispiel: „Gib mir ihre fünf bestperformenden Videothemen mit den Original Videolinks und eine vollständige Zusammenfassung von jedem.“
Heraus kamen bei mir Themen wie: warum Flugzeugfenster ein winziges Loch haben, was passiert, wenn ein Aufzugseil reißt, und warum Formel 1 Reifen komplett glatt sind. Das sind Themen, die auf diesem Kanal zu den stärksten gehören. Du rätst also nicht mehr, was funktionieren könnte, du startest mit Ideen, die bei Zuschauern schon angekommen sind.
Wie schreibst du Skript und Szenenplan mit Claude?
Nimm eins der Themen und öffne einen frischen Claude Chat. Dort fügst du zuerst den Skript Prompt ein und darunter die Zusammenfassung des Themas aus der Konkurrenzanalyse. In meinem Beispiel ist das das Loch im Flugzeugfenster. Claude nimmt dieses bewährte Thema und schreibt daraus ein komplett neues Skript für einen kurzen Short.
Danach kommt der zweite Prompt für die Visuals. Der zerlegt das Skript in einzelne Szenen und sagt dir für jeden Abschnitt des Voiceovers, was auf dem Bildschirm zu sehen sein soll, mit Zeitmarken, wann was erscheint. Statt einem Textblock hast du jetzt das ganze Video Szene für Szene geplant. Um die Bilder selbst musst du dir an dieser Stelle noch keine Gedanken machen, das ist der nächste Schritt.
Eine Schritt für Schritt Anleitung und weitere Ressourcen findest du im KI Agenten Club.
Wie baut ein KI Agent daraus den fertigen Short?
Für den Bau nutze ich mein Agentensystem Orbit, in dem meine Claude Code Agenten laufen. Wenn du den Workflow Schritt für Schritt nachbauen willst, findest du weitere Anleitungen und Ressourcen im KI Agenten Club.
Ich öffne ein neues Terminal, füge das Skript und den Szenenplan ein und schreibe darüber einen langen Prompt. Der sagt dem Agenten genau, wie unsere Shorts aussehen sollen, und verweist auf einen Short, den wir schon gebaut haben: gleiches Layout, gleiche Schrift, gleicher Stil.
So läuft das in meinem Workflow ab, das ist meine eigene Einrichtung und kein Standardverhalten von Claude Code. Die einzelnen Schritte und Werkzeuge zeige ich dir im Video:
- Voiceover: Er erzeugt die Stimme über ElevenLabs. Für Interesting Facts will ich eine Stimme, die natürlich klingt und etwas schneller ist, für unser englisches Beispiel ist eine passende Stimme eingestellt. Dabei holt er sich die Zeitpunkte, an denen jedes Wort gesprochen wird. ElevenLabs liefert dafür einen eigenen Endpunkt mit Zeitstempeln.
- Bilder und Clips: In meinem Workflow erzeugt der Agent aus den Szenenbeschreibungen passende Visuals im Hochformat 9:16. Für Szenen, in denen Bewegung wichtig ist, kann er aus dem Bild einen kurzen KI Clip erzeugen. Bringt der Clip eigenen Ton mit, nehme ich den raus, weil das Voiceover schon da ist.
- Szenen ausrichten: Er geht den Szenenplan Szene für Szene durch und legt jedes Visual genau auf die passende Stelle im Voiceover. Ich setze dabei keinen einzigen Schnitt selbst.
- Untertitel: Aus den Wortzeiten baut er die Untertitel im Stil der Vorlage, große gut lesbare Schrift, immer zwei Wörter nebeneinander, und das gerade gesprochene Wort springt farbig raus.
- Feinschliff und Export: Kamerabewegungen, Einblendungen, Soundeffekte unter die Stimme mischen, und am Ende rendert er das fertige Video in 9:16.
Die weiterführenden Anleitungen zum Bau und Schnitt deiner Shorts findest du im KI Agenten Club.
Wie richtest du den YouTube Kanal vor dem ersten Upload ein?
Bevor du postest, schau, ob du schon einen älteren YouTube Kanal hast. Viele haben einen, ohne es zu wissen: Wer jemals kommentiert oder Kanäle abonniert hat, hat oft vor Jahren einen Kanal angelegt und ihn vergessen. Den kannst du für deinen Faceless Kanal umbauen. Ich mache das lieber, weil ein älteres Konto schon eine gewisse Geschichte mit YouTube hat, statt vor fünf Minuten erstellt zu sein. Das ist meine Erfahrung, keine offizielle Regel von YouTube.
Hast du keinen, leg einfach einen neuen an. Vor dem ersten Upload nutze ich den Kanal zunächst eine Weile und interagiere mit Shorts: Videos schauen, ein paar Likes, vielleicht ein Kommentar, und Kanäle abonnieren, die mir wirklich gefallen. Das ist meine persönliche Erfahrung, keine offizielle Vorgabe von YouTube.
Danach richtest du den Kanal ein. Dafür öffnest du YouTube Studio, gehst auf Einstellungen, dann Kanal und dann Funktionsverfügbarkeit. Laut der YouTube Hilfe gibt es drei Stufen. Die Standardfunktionen sind bei den meisten Kanälen schon aktiv, solange es keine Einschränkungen wegen der Community Richtlinien gibt. Für die Zwischenfunktionen bestätigst du deine Telefonnummer per SMS oder Anruf. Die erweiterten Funktionen brauchst du für diesen Ablauf normalerweise nicht, die kannst du später freischalten.
Wie machst du das Branding mit ChatGPT?
Jetzt fehlt nur noch, dass der Kanal echt aussieht. Das komplette Branding macht ChatGPT.
Name: Bitte ChatGPT um kurze Kanalnamen aus einem Wort für einen YouTube Kanal über interessante Fakten. Denk da nicht zu lange drüber nach. Gefällt dir keiner, frag nach zehn weiteren. Im Video nehme ich einfach „Curious“.
Profilbild: Mit einem Prompt, in den du nur deinen Kanalnamen einsetzt. Achte darauf, dass es simpel ist und auch winzig klein im Shorts Feed noch erkennbar bleibt. Die erfolgreichen Kanäle machen genau das: eine einfache Figur, ein Symbol oder ein Logo. Gefällt dir das erste nicht, generier es neu.
Banner: Ich halte es clean, gleiche Farben und gleicher Stil wie das Profilbild, nur mit einer kurzen Textzeile in der Mitte, bei mir „Subscribe for Random Facts“. War mir der Text zu klein, habe ich ChatGPT einfach gesagt, ihn ungefähr 50 % größer zu machen.
Beschreibung: Ein letzter Prompt, der einen kurzen Slogan liefert, erklärt, worum es im Kanal geht, und klar macht, welche Videos die Leute erwarten können. Kurz gegenlesen, kopieren, in die Kanalbeschreibung einfügen. Fertig, der Kanal ist startklar.
Wie sieht das komplette System im Überblick aus?
Du hast jetzt ein System, das du immer wieder durchlaufen lässt: Du findest, was schon funktioniert, machst daraus deine eigene Version, postest sie, schaust, was Views bekommt, und machst mit demselben Ablauf mehr davon. Du versuchst nicht, ein einzelnes virales Video zu landen. Du baust einen Prozess, der immer neue Videos dieser Art produzieren kann.
Häufige Fragen
Kann man mit einem Faceless YouTube Kanal wirklich Geld verdienen?
Ja, wenn du genug Views zusammenbekommst. Der Shorts RPM liegt laut AIR Media-Tech in den meisten Nischen bei 0,07 bis 0,20 $ pro 1.000 Views, bei US Publikum um 0,33 $, also brauchst du Masse.
Welche Tools brauche ich für einen Faceless Shorts Kanal?
Du brauchst Claude, ChatGPT und einen Agenten, der den Short baut. Claude macht mit vidIQ Research, Skript und Szenenplan, der Agent in Claude Code erzeugt Voiceover, Bilder, Clips und Untertitel, und ChatGPT übernimmt das Branding.
Ist vidIQ in Claude kostenlos?
Der Connector läuft laut vidIQ auf jedem Plan, auch auf dem kostenlosen. Jeder Aufruf verbraucht aber Credits aus deinem vidIQ Plan, bei großen Analysen gehen also schnell ein paar drauf.
Muss ich mein Gesicht oder meine Stimme zeigen?
Nein. Die Stimme kommt in diesem Ablauf von ElevenLabs, die Bilder und Clips erzeugt die KI. Du triffst nur die Entscheidungen, welches Thema, welcher Stil und was gepostet wird.
Muss ich ein neues YouTube Konto vor dem ersten Upload nutzen?
YouTube verlangt das nicht. Ich mache es als persönliche Vorbereitung vor dem ersten Upload: Ich schaue eine Weile Shorts, like, kommentiere und abonniere Kanäle, die mir gefallen.
Ist das nicht einfach Kopieren der Konkurrenz?
Nein, du übernimmst das Thema, nicht das Video. Claude schreibt aus einem bewährten Thema ein komplett neues Skript, und der Agent baut eigene Bilder, eigene Stimme und eigenen Schnitt.
Fazit
Ein Faceless YouTube Kanal mit KI ist heute kein Projekt für ein ganzes Team mehr. Claude findet über vidIQ die Themen, die schon funktionieren, und schreibt Skript und Szenenplan, bei mir baut ein Claude Code Agent daraus den Short, und ChatGPT gibt dem Kanal Name, Profilbild, Banner und Beschreibung. Dazu den Kanal eine Weile normal nutzen und die Telefonnummer bestätigen, dann kannst du posten. Ob du daraus wirklich Geld machst, entscheidet am Ende, wie konsequent du diesen Ablauf wiederholst. Weitere Ressourcen zum Thema findest du im KI Agenten Club.
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